Ich habe heute die neue Ausgabe von EE Erneuerbare Energie Zeitschrift für eine nachhaltige Energiezukunft Ausgabe 2010-2 der Arge Erneuerbare Energie erhalten.
Hierin enthalten ist auch ein Artikel von Kuhness und Selvicka mit dem Titel: Solaranlagenboom durch EU-Projekt in der Energieregion Weiz-Gleisdorf. (www.aee.at) (Artikel ist noch nicht online verfügbar, Zeitung aber dort bestellbar)
Spannend ist dieser Artikel insofern, als gerade in dieser Region, der Heimstätte der ARGE Erneuerbare Energie und der Geburtsstätte des Solaranlagenbaus in Österreich in den letzten fünf Jahren neue Solaranlagen um 400 % zugenommen haben. In Summe waren dies 113 Kombianlagen bzw. 2090 m2 Kollektorfläche absolut. Kombianlagen sind Anlagen für die Bereitstellung von Warmwasser UND zur Unterstützung des Heizsystems.
Mit ein Grund war wohl auch die durch das EU-Projekt „Energie in Minds“ ermöglichte Erhöhung der Förderung durch die beteiligten Gemeinden. Plus breite Öffentlichkeitsarbeit mit Bauherrenabenden und Presseberichten in den Medien der Region. So wurden (mit Ende des Projektes ist es nun auch wieder damit vorbei) neue Solaranlagen mit €80 pro m2 installierter Kollektorfläche gefördert – zusätzlich zur bestehenden Landesförderung. Da sieht man mal wieder, was Gemeinden zusammenbringen, wenn sie zielstrebig arbeiten und sie es sich nicht auf der Aussichtsplattform bequem machen, vor der sie dann dozentieren: Es ist alles so schwierig bzw. wir tun ja eh alles was möglich ist, aber ...
Im Vergleich hierzu nehmen sich die Förderungen von STAW eher bescheiden aus und die geringe Zahl an Einreichungen (nur 18 Solaranlagen im Jahr 2009 mit zusammen knapp über 100 m2 Kollektorfläche) dokumentiert dies wohl auch eindeutig.
Diese Diskrepanz ist somit recht eindeutig….
Oder anders gesagt: Die Nachhaltigkeit ist der Gemeinde eigentlich nicht viel wert, obwohl gerade Kombianlagen weit mehr CO2-Einsparung bringen als nur für die ausschließliche Warmwasserbereitung.
Es wäre durchaus angebracht das Bauamt mit einer Erhebung zu beauftragen, die bis zur GR-Sitzung in Juni vorliegen sollte, wie viele Neubauten in STAW in den letzten 10 Jahren mit Solaranlagen für Warmwasser bzw. auch zur Heizungsunterstützung errichtet worden sind, wie viele Projekte vor Genehmigung stehen und sich dann zu fragen, was die Gemeinde falsch macht, dass so wenig Sonnenenergie in STAW genutzt wird…
Siehe auch die bestehenden Förderungen in Ö, speziell auch solche zur Unterstützung der Heizung mittels Solaranlagen.
Dem Gemeinderat von STAW täte es auch einmal gut, im Rahmen einer Exkursion die Experten der Arge Erneuerbare Energie in Gleisdorf, die dortigen Ortspolitiker und Gemeindebeamten zu besuchen, Gleisdorf als Solarstadt kennen zu lernen (Einwohneranzahl 5500) und offensiv darüber nachzudenken, wie STAW dem Beispiel Gleisdorfs folgen könnte.
und übrigens:
Klimaschutzförderungen der Gemeinde St. Andrä-Wördern - es gibt keine- das Menue ist seit Jahren leer
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