Vom 16. September bis 2. Oktober 2011 stand KulturLANDschaffen, das Symposium der Nachhaltigkeit in St. Andrä-Wördern, im Zeichen der Vernetzung. In über 50 Einzelevents, Workshops, Podiumsgesprächen, Vorträgen, Führungen und Konzerten wurden neue Verbindungen geknüpft.
KulturLANDschaffen 2011 – das war: Ideen aus dem Ort, der Region entwickeln. Gemeinsam das Programm gestalten. Nachhaltige Impulse setzen. Über 50 Veranstaltungen mit freiem Eintritt. Einzig finanziert durch Spenden, Förderungen und Kooperationen.
KulturLANDschaffen – ein Startschuss für nachhaltiges Netzwerken
Das nachhaltigeste Ergebnis von KulturLANDschaffen 2011 ist wohl, dass in und um St. Andrä-Wördern neue Netzwerke entstanden, um sich regional auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen. Seit den ersten Workshops im Februar waren verschiedene Interessensgruppen entstanden, die ihre Ideen für das Symposium ausarbeiteten.
So gründeten Natur- und Gartenfreunde das „Gartennetzwerk St. Andrä-Wördern“, um Pflanzen, Wissen, Informationen und Obst auszutauschen. Junge und ältere Menschen treffen sich künftig unter dem Namen „JA gemeinsam – Jung und Alt“, um miteinander Zeit und Erfahrungen zu teilen. Zum Thema Mobilität und Verkehr formierte sich eine Gruppe Engagierter, die Projekte für eine „Mitfahrbörse“ und „Car-Sharing“ entwickeln möchte. Wirtschaftsbetriebe und Einpersonenunternehmer werden sich künftig in regelmäßigen Treffen zur „Know-How-Börse“ vernetzen. Auf fruchtbaren Boden fiel der fesselnde Impulsvortrag von Christian Felber: Eine Initiative von Wirtschaftstreibenden will ihre Betriebe nach Kriterien der „Gemeinwohlökonomie“ führen.
Hier ein Rückblick auf einige der (für die TeilnehmerInnen ausnahmslos kostenlosen) Vernetzungsveranstaltungen:
Ein ganzer Tag war – unterstützt von Gemeinde und Radland NÖ – dem Thema Fahrrad gewidmet: Gut besucht waren das 2. Radlballett, eine Falt-Rad-Show und ein Vortrag zu einem fahrradfreundlichen Verkehrskonzept für St. Andrä-Wördern. Auch die Mitfahrbörse soll ein Beitrag zu diesem Thema sein. Eine Begehung mit ExpertInnen vom Österreichischen Zivilinvalidenverband brachte konkrete Lösungsvorschläge für eine barrierefreie Gemeinde.
Vernetzung in Wirtschaft und Landwirtschaft
Enormes Echo gab es auf den Vortrag des Gemeinwohl-Ökonomen Christian Felber über ein neues, faires Wirtschaften. Großes Interesse rief auch die 1. Know-how Börse hervor: Über 30 UnternehmerInnen wollen sich künftig stärker vernetzen. Für das Gartennetzwerk St. Andrä-Wördern wird ein eigenes Online-Forum eingerichtet (www.j.mp/gartenforum).
Jung und Alt verband die neue Initiative JA GEMEINSAM: Gemeinsames Erzählen und Musizieren fördern den Dialog der Generationen. In einem Filmprojekt wollen junge Menschen sich von der älteren Generation deren Erinnerungen erzählen lassen. Seit der Eröffnung des „Offenen Bücherschranks“ treffen sich wiederum Menschen vor der KreaMont-Schule zum Schmökern und Büchertauschen.
Aktivitäten zur Integration
KulturLANDschaffen schuf auch Begegnungen von Menschen verschiedener Herkunft. „Film ab“ hieß es bei einem dreitägigen interkulturellen Videotraining für mehr als 20 Asylwerbende, die ihre Arbeiten am Abschlusstag vorführten. Für die Bühne Grenzenlos erarbeitete Puppenspielerin Guni Zeppelzauer das Stück „Der Trachtenhut“ mit Asylwerbenden. Weitere Integrationsprojekte: Grenzenlos Singen und ein Radlausflug in die Au.
Kultur verbindet …
Gesang und Tanz, Open Air-Konzerte und ein Jazzbrunch, Puppenbühnen und LandArt, ein ArtCafé und ein Kreativ-Workshop – eine Fülle an Kultur-Veranstaltungen rundete das Programm von KulturLANDschaffen 2011 ab.
… und Energieerzeugung ist funky!
Eine Premiere: Dank des innovativen Projekts BIKE IT ON wurde bei drei Konzerten der benötigte Strom durch Treten in die Pedale von Fahrrädern erzeugt! So wurde das Strombauamt als Hauptbühne von KulturLANDschaffen zum Musterbeispiel für nachhaltige Energienutzung.
Rückblick auf alle Veranstaltungen: www.flysch.info, www.facebook.com/KulturLANDschaffen
Multimedia-Berichte:
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